Lexikon
Was versteht man unter "Arbitrage"? Was ist ein "Benchmark"? Was sind "Hedge Funds"? Was bedeutet "Leverage", "Derivate", "Thesaurierung", "Volatilitä"? Was ist eine "Cashflow-Rendite"? Was versteht man unter "Emission"? Was ist eine "Kotierung"? Was genau sind "Optionen"?
Vor allem im Anlagebereich treffen wir immer wieder auf Fremdwörter. Unser kleines Lexikon schafft Abhilfe und liefert kurze Erklärungen zu den gängigsten Begriffen!
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A
Absicherungsfonds
Anlagefonds, die den Anlegern die Möglichkeit geben, an der positiven Entwicklung der Finanzmärkte teilzuhaben, aber gegen nachteilige Marktschwankungen, die über eine bestimmte Prozentzahl hinausgehen, weitgehend abgesichert zu sein.
Absicherungskosten
Kosten, die entstehen, wenn ein Portefeuille mittels dynamischer oder statischer Absicherung gegen Kursverluste geschützt werden soll. Bei Portefeuilles mit dynamischer Absicherung entstehen primär Ankaufs- und Verkaufskosten bei der Verschiebung von Geldmitteln zwischen dem Core Portfolio und dem Opportunity Portfolio. Bei einer statischen Absicherung können die Kosten beim Kauf von derivativen Instrumenten entstehen.
Agio
Das Agio ist die prozentuale Differenz zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem ausschüttungsbereinigten Inventarwert zuzüglich letzte Ausschüttung (anteilsmässig).
Aktie
Wertpapier, das ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Als Teilhaber hat der Aktionär Mitgliedschaftsrechte (Stimmrecht, Informationsrecht) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Bezugsrecht).
Aktienfonds
Anlagefonds, die ihr Vermögen hauptsächlich in Aktien investieren. Wichtigste Kategorien: Länder- und Regionenfonds, Emerging-Market-Fonds, Nebenwertefonds, Branchen- und Themenfonds, Indexfonds.
Anlagefonds
Ein Anlagefonds ist ein Vermögen, das auf Grund öffentlicher Werbung von einer Vielzahl voneinander unabhängiger Anleger zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von einer Fondsleitung nach dem Grundsatz der Risikostreuung (Diversifikation) für Rechnung der Anleger verwaltet wird.
Anlagefondsgesetz
In der Schweiz regeln das Bundesgesetz über die Anlagefonds (AFG) sowie die zugehörigen Verordnungen von Bundesrat und Aufsichtsbehörde (Eidgenössische Bankenkommission, EBK) die Beziehungen zwischen Anleger, Fondsleitung und Depotbank.
Anlagehorizont
Die Zeit, für die ein Anleger einen Teil seines Vermögens investieren will.
Anlageinstrumente
Die verschiedenen Anlagekategorien, z.B. Aktien, Obligationen und Geldmarktpapiere.
Anlagepolitik
Die Anlagepolitik beschreibt das Vorgehen, wie das Anlageziel erreicht werden soll (Titelauswahl, Kauf- und Verkaufszeitpunkte, Anteil liquider Mittel etc.).
Anlagestrategiefonds
Anlagefonds, welche die Anlagestrategien der jeweiligen Anbieter für die verschiedenen Risikoklassen nachbilden. Anlagestrategiefonds investieren weltweit in verschiedenen Anlageinstrumenten, je nach Risikoklasse werden Aktien beziehungsweise Obligationen übergewichtet. Anlagestrategiefonds werden auch Asset Allocation Funds, Strategy Funds, Portfoliofonds, Anlagezielfonds, Vermögensverwaltungsfonds oder gemischte Fonds genannt.
Anlagewährung
Währung, in der ein Anlagefonds seine Anlagen tätigt.
Anleger
Investor, Inhaber von Fondsanteilen. Mit dem Kauf von Anteilen erwirbt der Anleger das Recht auf eine seinem Anteil entsprechende Beteiligung am Vermögen und am Ertrag des Fonds.
Anleihen
Siehe Obligationen.
Anteil
Forderung des einzelnen Anlegers gegenüber der Fondsleitung auf verhältnismässige Beteiligung an Vermögen und Ertrag des Anlagefonds.
Anteilschein
Wertpapiermässige Verbriefung des Anteils an einem Anlagefonds in einer Urkunde. Meistens werden die Anteile an einem Fonds jedoch buchmässig geführt.
Arbitrage
Ausnützung örtlicher oder internationaler Bewertungsunterschiede gleicher Wertpapiere oder verwandter Werte, wobei diese auf dem Markt mit dem niedrigeren Preis gekauft und am Markt mit dem höheren Preis verkauft werden.
Asset Manager
Siehe Portfolio Manager.
Aufsichtsbehörde
Staatliche Aufsichtsbehörde, welche die Tätigkeit von Fondsleitungen überwacht. In der Schweiz fungiert die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) als Aufsichtsbehörde über das Anlagefondsgeschäft.
Ausgabekommission
Kommission, die von der ausgebenden Fondsgesellschaft bei der Zeichnung von Anteilen dem Käufer belastet wird.
Ausgabepreis
Preis zu dem Anleger Fondsanteile zeichnen können. Er entspricht dem Nettoinventarwert eines Anteils, zuzüglich der Ausgabekommission.
Auslandsanleihen
Obligationen, die ein Schuldner ausserhalb seines Heimatlandes in der Währung des Emissionsmarktes ausgibt.
Ausschüttender Fonds
Anlagefonds, welcher die erwirtschafteten Erträge an seine Anteilinhaber ausschüttet. Gegenteil: Thesaurierender Fonds.
Ausschüttung
Die jährliche Auszahlung der vom Fonds erzielten Erträge an die Anteilseigner. Gegenteil: Thesaurierung.
Ausschüttungsrendite
Der ausgeschüttete Ertrag im Verhältnis zum aktuellen Börsenkurs entspricht der Ausschüttungsrendite.
B
Bankenerklärung (Affidavit)
Bei Anlagefonds schweizerischen Rechts wird bei Ertragsausschüttungen (Zinsen/Dividenden) grundsätzlich die eidgenössische Verrechnungssteuer von 35% abgezogen. Für Anleger mit Domizil im Ausland werden die Ertragssausschüttungen ohne Verrechnungssteuerabzug vorgenommen, sofern die ausgeschütteten Erträge zu mindestens 80% aus dem Ausland stammen und eine Bank bestätigt (Bankenerklärung), dass die Anteile bei ihr im Depot liegen.
Bankinternes Sondervermögen
Ein von der Bank gesondert verwaltetes Vermögen, für das keine öffentliche Werbung gemacht werden darf.
Barrendite
Siehe Ausschüttungsrendite.
Benchmark
Index, der einem Anlagefonds als Vergleichsbasis für die Performance dient.
Beta
Ein Risikomass, das angibt, wie sensitiv eine Anlage, z.B. ein Fonds, auf Marktbewegungen reagiert, die durch die jeweilige Benchmark repräsentiert werden. Ein Beta von 1,2 besagt beispielsweise, dass man beim Fonds eine Wertveränderung von 12% erwarten kann, wenn man für den Markt eine Veränderung von 10% prognostiziert. Der Zusammenhang beruht auf historischen Beobachtungen und gilt nur ungefähr. Er ist umso enger, je höher die Korrelation zwischen der Benchmark und dem Anlagefonds ist.
Blue Chips
Bezeichnung für Aktien führender Unternehmen mit erstklassiger Bonität, hoher Börsenkapitalisierung, hoher Ertragskraft und solider Finanzstruktur.
Bond Funds
Siehe Obligationenfonds.
Bonds
Siehe Obligationen.
Bonität
Die Qualität eines Schuldners insbesondere bezüglich seiner Zahlungsfähigkeit und seines Zahlungswillens. Die Bonität erlaubt Rückschlüsse auf die Qualität von Obligationen und die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen regelmässig bezahlt und der Nominalbetrag bei Fälligkeit zurückbezahlt wird.
Bonitätsrisiko
Risiko, dass der Emittent von Anleihen zahlungsunfähig wird. Siehe auch Bonität.
Börsenkapitalisierung
Marktwert eines Unternehmens gemessen am Börsenkurs seiner Aktien multipliziert mit der Anzahl aller ausstehender Titel. Auch Marktkapitalisierung genannt.
Branchenfonds
Anlagefonds, die ihr Vermögen ausschliesslich in Wertpapieren eines bestimmten Wirtschaftssektors anlegen.
Bruttorendite
Bei Immobilienfonds die Mieteinnahmen in Prozent des Verkehrswerts.
Buchgewinn / Buchverlust
Der theoretische Gewinn oder Verlust auf einer Kapitalanlage auf Grund ihrer Wertsteigerung bzw. ihres Wertverlustes solange die Anlage nicht verkauft wird.
C
Call-Optionen
Siehe Optionen.
Cashflow
Der Cashflow stellt den in einem Geschäftsjahr erzielten Nettoertrag vor Abschreibungen und Rückstellungen dar.
Cashflow-Rendite
Nettoertrag vor Abschreibungen und Rückstellungen im Verhältnis zum aktuellen Börsenkurs, abzüglich darin enthaltener aufgelaufener Erträge.
Commodity Funds
Anlagefonds, die ihr Vermögen hauptsächlich in handelbaren Rohwaren anlegen. Auch Warenfonds genannt.
Coupon
Der einem Wertpapier beigegebene Zins- oder Dividendenschein. Dieser Schein berechtigt den Besitzer, die fällig werdenden Erträge und verbrieften Anrechte geltend zu machen.
D
Delta einer Option
Das Delta einer Option ist eine Sensitivitätszahl, die aussagt, in welchem Ausmass eine Option an einer Bewegung des zu Grunde liegenden Basiswertes (z.B. SMI) teilnimmt. Hat eine Option auf eine Schweizer Aktie ein Delta von 0,4 (oder 40%), so gewinnt sie 0,4 Franken für jeden Franken, den die Aktie steigt, und verliert 0,4 Franken für jeden Franken, den die Aktie fällt. Das Delta einer Option bleibt nur für sehr kleine Bewegungen des zu Grunde liegenden Basiswertes konstant und kann in jedem Falle nur indikativ sein, da es in seinem Wert vor allem vom zu Grunde liegenden Basiswert und der Restlaufzeit der Option abhängt.
Depotbank
Bank, die das Vermögen eines Fonds aufbewahrt und für die Ausgabe und Rücknahme der Fondsanteile verantwortlich ist. Sie überwacht die Einhaltung der Bestimmungen des Anlagefondsgesetzes und des Fondsprospektes durch die Fondsleitung.
Depotführungspreis
Jährlich erhobener Preis für die Verwahrung und Verwaltung von Wertschriften.
Derivate
Finanzinstrumente, z.B. Optionen, die von zu Grunde liegenden Basiswerten, häufig Aktien oder Devisen, abgeleitet werden. Im Portfoliomanagement können Derivate u. a. dazu eingesetzt werden, das Risiko von Vermögenseinbussen zu verringern.
Direkte Rendite
Ausschüttung pro Anteil in Prozent des Börsenkurses.
Disagio
Bei Immobilienfonds die prozentuale Differenz zwischen dem Börsenkurs und dem (höheren) Nettoinventarwert der Anteile. Gegenteil: Agio.
Diversifikation
Die Verteilung oder Streuung der Anlagen auf eine Vielzahl verschiedener Einzeltitel, Branchen, Länder und Währungen. Die Diversifikation oder Risikostreuung - ein typisches Merkmal aller Anlagefonds - gilt in der modernen Portfoliotheorie als entscheidender Faktor der Risikoreduktion: Durch die systematische Verteilung der Anlagen auf eine Vielzahl von Titeln streut man das Risiko, so dass das Gesamtrisiko eines Portefeuilles deutlich unter demjenigen der einzelnen Titel zu liegen kommt. Diversifiziert man noch zusätzlich auf verschiedene Anlageinstrumente - Aktien, Obligationen, Geldmarktpapiere -, verringert sich das Risiko abermals im Vergleich zu einem reinen Aktienportefeuille. Schliesslich führt die geografische Streuung der Anlagen zu einer weiteren Risikoreduktion. Interessanterweise erhöht sich bei einer geografischen Diversifikation, beispielsweise bei der Beimischung ausländischer Aktien in ein Schweizer Aktienportefeuille, gleichzeitig das Ertragspotenzial. Sicherheitsorientiertes Investieren bedingt deshalb immer auch eine systematische internationale Diversifikation. Eine breite Diversifikation mit dutzenden oder hunderten von Einzeltiteln ist nur mit einem substanziellen Anlagevermögen oder mit Anlagefonds möglich.
Dividende
Auf Aktien, Partizipationsscheinen, Genossenschaftsanteilen oder Genussscheinen ausgeschütteter Anteil am Reingewinn einer Gesellschaft. Diese Art von Wertpapieren wird daher oft auch als "Dividendenpapier" bezeichnet.
Duration
Die Duration bezeichnet die durchschnittliche Zeitdauer der Kapitalbindung einer Obligation. Im Gegensatz zur Restlaufzeit wird beim Konzept der Duration auch die zeitliche Struktur der Kapitalrückflüsse (z.B. Couponsrückzahlungen) berücksichtigt. Die durchschnittliche Duration des Portefeuilles ergibt sich aus dem gewichteten Mittel der Duration der einzelnen Titel. Die «modifizierte Duration» wird von der Duration abgeleitet und stellt ein Risikomass dar, mit dem die Sensitivität von Obligationen und Obligationenportefeuilles auf Zinssatzveränderungen geschätzt werden kann. So führt die Erhöhung (Senkung) des Zinsniveaus um 1% etwa zu einem prozentualen Rückgang (Anstieg) des Kurses im Ausmass der modifizierten Duration. Beispiel: Die modifizierte Duration eines Obligationenfonds beträgt 4,5 Jahre, die theoretische Verfallrendite 5,3%. Fällt die Rendite um 1 auf 4,3%, so steigt der Fondskurs um rund 4,5%. Bei Obligationen- und Strategiefonds wird die Duration auf allen Festverzinslichen angegeben. In der Fachliteratur findet man die Angabe der «modifizierten Duration» sowohl als Faktor wie auch in Jahren.
Durchschnittliche Restlaufzeit
Die Restlaufzeit ist die verbleibende Zeitspanne bis zur Endfälligkeit einer Anleihe. Im Fonds ergibt sich die durchschnittliche Restlaufzeit aus den gewichteten Restlaufzeiten (gewichtet nach investiertem Kapital) aller enthaltenen Anleihen.
Durchschnittskosten-Methode
Cost Averaging. Vorteilhafte Ausnutzung von Kursschwankungen. Sie setzt auf den Vorteil von regelmässigen Zahlungen: Bei gleichen monatlichen Einzahlungen erwirbt der Anleger bei niedrigen Ausgabepreisen mehr und bei höheren Ausgabepreisen weniger Anteile. Langfristig erreicht der Anleger damit einen günstigeren durchschnittlichen Einstandspreis als beim regelmässigen Kauf einer festen Stückzahl von Anteilen im selben Zeitraum.
E
Effektenfonds
Anlagefonds mit Anlagen in Wertpapieren und Wertrechten, die an einer Börse oder an einem anderen geregelten, dem Publikum offen stehenden Markt gehandelt werden. Vergleiche Immobilienfonds und übrige Fonds.
Effizienzgrenze
Die moderne Finanztheorie beurteilt den Zusammenhang zwischen Ertrag und Risiko als zweidimensionale Betrachtung von Rendite und Volatilität. Die Rendite eines Portfolios entspricht dem gewichteten Durchschnitt der Renditen der einzelnen Wertpapiere. Die Volatilität des Portfolios jedoch errechnet sich nicht als gewichteter Durchschnitt der Einzelvolatilitäten, da die Bewertungsverläufe der einzelnen Wertpapiere nicht perfekt korrelieren. Durch Diversifikation kann der Anleger also Risiko reduzieren, ohne dafür Rendite aufgeben zu müssen. Wegen der tiefen Korrelation von alternativen und traditionellen Anlagen kann ein bestehendes Portfolio durch Beimischung alternativer Anlagen ein günstigeres Risiko-Rendite-Profil erzielen.
Eidgenössische Bankenkommission (EBK)
Vom Bundesrat gewählte, von der eidgenössischen Verwaltung und der Schweizerischen Nationalbank unabhängige Aufsichts- und Vollzugsinstanz des Banken- und Anlagefondsgesetzes. Sie erteilt die Bewilligung zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit von Fondsleitung, Depotbank, Vertreter und Vertriebsträger. Die EBK ist ebenfalls zuständig für die Zulassung neuer Fonds und genehmigt deren Fondsreglement. Sie überwacht die Einhaltung des Anlagefondsgesetzes und der Fondsreglemente. Bei groben Missständen kann die EBK einer Fondsleitung oder einer Depotbank die Bewilligung zur Geschäftstätigkeit entziehen.
Emerging Markets
Emerging Markets oder Schwellenmärkte sind Länder - vor allem in Asien, Osteuropa und Lateinamerika -, die sich rasch entwickeln, deren Volkswirtschaften und Börsenplätze aber noch nicht westlichen Standard erreicht haben.
Emission
Ausgabe von neuen Wertschriften.
Ertrag
Zinsen und Dividenden.
Ertragswert
Dieser wird aus den aktuellen Mieteinnahmen und einem liegenschaftsspezifischen Zinssatz (sog. Kapitalisierungssatz) berechnet. Die Mietzinsen müssen angemessen und auf Dauer erhältlich erscheinen, um vollständig in die Berechnung einzufliessen. Das Hauptgewicht bei der Bewertung von Renditeliegenschaften liegt beim Ertragswert.
Euromarkt
Bezeichnung für Geld- und Kapitalmärkte, an denen Währungen und Wertpapiere ausserhalb ihrer jeweiligen Herkunftsländer gehandelt werden.
Ewige Anleihen
Obligationen ohne Fälligkeitstermin. Ewige oder unendliche Anleihen leisten zwar regelmässig Zinszahlungen, tilgen den Nominalbetrag aber nie; um sein Kapital zurückzuerhalten, muss ein Anleger solche Obligationen an der Börse verkaufen.
F
Festverzinsliche Wertpapiere
Zusammen mit den Geldmarktpapieren werden Obligationen als festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet, weil sie regelmässige, feste Zinszahlungen leisten und am Ende der Laufzeit den Nominalbetrag vollumfänglich zurückbezahlen.
Flat fee
Bei Immobilienfonds die Kommission zu Gunsten der Fondsleitung zur Deckung ihrer Aufwendungen (wie zum Beispiel) für die Verwaltung des Fondsvermögens, die Bewirtschaftung der Liegenschaften, den Überwachungsaufwand der Depotbank, die Kosten für die Verwahrung von Wertschriften und Schuldbriefen, die Ausübung des Zahlungsverkehrs, die Couponsauszahlungskommissionen, die Honorare der Schätzungsexperten und der Revisionsstelle usw.
Fondsgebundene Lebensversicherung
Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung wird der Anteil der Versicherungsbeiträge, welcher normalerweise im Deckungsstock angelegt wird (Sparanteil), für den Erwerb von Fondsanteilen verwendet. Es gibt sowohl Lebensversicherungspolicen, bei denen der Kunde unter einer Reihe von Fonds auswählen kann, als auch Policen, bei denen nur der Anlageschwerpunkt gewählt werden kann (Obligationen, Aktien, Immobilien etc.).
Fondsmanager
Siehe Portfolio Manager.
Fondsvermögen
Mit dem Begriff «Fondsvermögen» (auch «Nettofondsvermögen» genannt) wird das zu Verkehrswerten berechnete Fondsvermögen abzüglich allfälliger Verbindlichkeiten bezeichnet. Bei Immobilienfonds sind ausser den Hypothekar- und anderen Schulden auch noch die bei der Liquidation voraussichtlich anfallenden Steuern abzuziehen.
Fremdfinanzierung
Entspricht den Verbindlichkeiten des Fonds vor Liquidationssteuern in Prozent des Gesamtfondsvermögens.
G
Geldmarktfonds
Anlagefonds, die in kurzfristigen, festverzinslichen Papieren (Laufzeit unter einem Jahr) in bestimmten Währungen investieren. Auch Money Market Funds genannt.
Geldmarktinstrumente
Wertpapiere mit Laufzeiten von maximal einem Jahr, die am Geldmarkt gehandelt werden. Die klassischen Geldmarktinstrumente in der Schweiz sind inländische Wechsel, Schatzwechsel und Schatzanweisungen des Bundes.
Geschlossener Fonds
Anlagefonds in Gesellschaftsform (normalerweise als Aktiengesellschaft) mit fixem Kapital. Ein geschlossener Fonds ist nicht verpflichtet, ausgegebene Anteile auf Verlangen des Anteilinhabers zurückzunehmen. Nach schweizerischem Recht ist diese Anlagefondsform zum öffentlichen Vertrieb nicht zugelassen. Gegenteil: Offener Fonds.
H
Hebelwirkung
Siehe Leverage.
Hedge Funds
Entgegen ihrem Namen (englisch to hedge = absichern) sind Absicherungsgeschäfte keineswegs der Hauptzweck solcher Fonds. Mit dem Ziel der Erwirtschaftung absoluter Erträge werden vielmehr Anlagen getätigt, die herkömmlichen Fonds nicht erlaubt sind (Spekulieren à la baisse, Leerverkäufe von Wertpapieren, Einsatz von Derivaten, Finanzierung der Anlagen durch Kredite). Dadurch können Hedge Funds unabhängig von der Marktsituation positive Renditen erzielen.
High-Yield Funds
Obligationenfonds, die in Papieren von Schuldnern geringerer Bonität investieren. Solche Titel bieten höhere Zinsen; gleichzeitig ist aber auch das Ausfallrisiko - die Gefahr, dass ein Schuldner die Zinsen nicht bezahlt oder die Rückzahlung ausfällt - grösser.
I
Immobilienfonds
Anlagefonds, die in Wohn- und Geschäftsliegenschaften investieren.
Index
Kennzahl der Entwicklung der Kurse an einem oder mehreren Märkten. Der bekannteste und zugleich älteste Aktienindex ist der Dow Jones. Indices erlauben es, die Performance eines Fonds, der auf einem bestimmten Markt investiert ist, mit der Entwicklung dieses Marktes zu vergleichen. Vergleiche auch Benchmark.
Inlandanleihen
Obligationen einheimischer Schuldner in der eigenen Währung auf dem Heimmarkt.
Inventarwert
Das Nettovermögen eines Fonds geteilt durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile.
ISIN-Nummer
International Securities Identification Number. International anerkannte Wertschriftenkennziffer. In der Schweiz Valorennummer.
K
Kassenobligationen
Von Banken ausgegebene festverzinsliche Anlageformen mit Laufzeiten zwischen zwei und acht Jahren. Für Obligationenfonds kommen die Kassenobligationen nicht in Frage, da sie nicht zum offiziellen Börsenhandel zugelassen sind.
Kollektivanlagevertrag
Der Kollektivanlagevertrag stellt die Rechtsgrundlage für das Anlagefondsgeschäft in der Schweiz dar und wird zwischen der Fondsleitung, der Depotbank und dem Anleger abgeschlossen. Er bildet die Rechtsgrundlage für die Verwaltung des Anlagefonds durch die Fondsleitung einerseits und für die Beteiligung des Anlegers am Vermögen des Anlagefonds andererseits. Der Kollektivanlagevertrag wird durch das Fondsreglement verkörpert.
Kommissionen
Ausgabekommission und Rücknahmekommission. Gebühr, die bei der Zeichnung oder Rücknahme von Fondsanteilen erhoben wird.
Korrelation
Mass für die Parallelität der Preisentwicklung verschiedener Anlagekategorien oder -instrumente. Die Korrelation quantifiziert die Stärke des Zusammenhanges und kann Werte zwischen -1 und +1 aufweisen. Je näher die Zahl bei 1 liegt, desto stärker ist der Zusammenhang. Liegt der Wert bei -1, bewegen sich die Anlagen und die Benchmark gegenläufig. Bei einer Korrelation von 0 besteht scheinbar kein Zusammenhang zwischen der Entwicklung der beiden Anlagen.
Kotierung
Zulassung eines Wertpapiers zum offiziellen Börsenhandel, womit in der Regel Auflagen verbunden sind.
Kurs
Preis für Anteile von Anlagefonds, die an der Börse kotiert sind oder ausserbörslich gehandelt werden (Immobilienfonds). Der Kurs bildet sich durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt, während der Ausgabe- und Rücknahmepreis der Anteile auf Grund des Nettoinventarwerts durch die Fondsleitung festgelegt wird.
L
Laufzeit
Zeitspanne von der Emission bis zur Fälligkeit bzw. zur vorzeitigen Rückzahlung einer Obligation. Nicht zu verwechseln mit der Duration. Siehe auch Restlaufzeit.
Leverage
Mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz lassen sich mit derivativen Instrumenten grössere Renditen erzielen, als es bei einer Investition in den eigentlichen Basiswerten möglich ist. Dieser Effekt wird als Leverage bezeichnet.
Liegenschaftsfonds
Siehe Immobilienfonds.
Liquidität
Mit Anlagefondsanteilen ist der Anteilinhaber liquide, das heisst, er kann seine Anteile in der Regel jederzeit zurückgeben. Die Fondsgesellschaften sind verpflichtet, Anteile ohne Kündigungsfristen zum jeweiligen Rücknahmepreis zurückzunehmen.
Long/Short
Die unter diesem Begriff zusammengefassten Strategien optimieren Rendite und Risiko durch die Kombination von Finanzinstrumenten. Der Kauf einer Aktie, die eine Wertsteigerung erwarten lässt (= Long-Seite), wird kombiniert mit dem gleichzeitigen Verkauf einer anderen Aktie, von der eine Wertsenkung erwartet wird (= Short-Seite). Leerverkäufe und Kreditfinanzierungen für Investments sind ausdrücklich erlaubt.
Long-term Funds
Anlagefonds, die in Obligationen mit einer (Rest-)Laufzeit von mindestens 5 Jahren investieren.
M
Management Fee
Siehe Verwaltungsgebühr.
Marktrisiko
Risiko, das von Faktoren abhängt, die den gesamten Markt beeinflussen und nicht durch Portefeuille-Diversifikation reduziert oder ausgeschlossen werden kann.
Money Market Funds
Siehe Geldmarktfonds.
N
Nebenwertefonds
Anlagefonds, die in Aktien von Unternehmen mit relativ niedriger Börsenkapitalisierung investieren.
Nettofondsvermögen
Das zu Verkehrswerten berechnete Fondsvermögen abzüglich allfälliger Verbindlichkeiten.
Nettoinventarwert
Der Nettoinventarwert eines Anteils entspricht dem Nettofondsvermögen geteilt durch die Anzahl der sich im Umlauf befindenden Anteile. Bei Wertschriften- und Geldmarktfonds ist der Nettoinventarwert, der in der Regel täglich berechnet wird, die Basis für die Abrechnung der Zeichnungen und Rücknahmen. Auch Inventarwert, Anteilswert oder innerer Wert genannt.
Nettovermögen
Das Netto(fonds)vermögen ist die Summe der Verkehrswerte, abzüglich Verbindlichkeiten und der zu erwartenden Liquidationssteuern (Grundstücksgewinnsteuern).
O
Obligationen
Schuldverpflichtungen mit festem, gelegentlich auch variablem Zinssatz und in der Regel festem Fälligkeits- und Rückzahlungstermin. Häufigste Emittenten sind grosse Unternehmen, staatliche Organisationen wie Bund und Kantone, öffentlich-rechtliche Institutionen sowie internationale Organisationen wie die Weltbank oder der Internationale Währungsfonds. Synonyme sind Anleihen, Renten, Bonds oder Schuldverschreibungen.
Obligationenfonds
Anlagefonds, die in Obligationen und anderen fest- oder variabel verzinslichen Papiere investieren. Obligationenfonds sind in der Regel auf eine bestimmte Referenz- und Anlagewährung ausgerichtet. Auch Bond Funds genannt.
Offener Fonds
Anlagefonds mit variablem Kapital, der laufend neue Anteile ausgeben kann, der aber auch verpflichtet ist, ausgegebene Anteile auf Verlangen zum Nettoinventarwert zurückzunehmen. Mit Ausnahme der Immobilienfonds entsprechen die schweizerischen Anlagefonds diesem Fondstyp.
Offshore Funds
Anlagefonds, deren Rechtsdomizil sich in einem Land befindet, das Steuerfreiheit oder Steuervorteile bietet (z.B. Bahamas, Bermudas). In der Schweiz werden nur Offshore Funds aus Ländern zum öffentlichen Vertrieb zugelassen, die über eine mit der Schweiz vergleichbare Fondsaufsicht verfügen.
Optionen
Der Käufer einer Option erwirbt das Recht - nicht aber die Verpflichtung -, innerhalb einer bestimmten Zeit eine feste Anzahl eines bestimmten Basiswertes zu einem im Voraus fixierten Ausübungspreis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Für dieses Recht zahlt er dem Verkäufer der Option eine Optionsprämie (Optionspreis).
Optionsanleihen
Obligationen, die mit einem Optionsschein ausgestattet sind. Der Optionsschein berechtigt während der Optionsfrist und zu einem im Voraus fixierten Preis zum Bezug einer bestimmten Anzahl Aktien des betreffenden Unternehmens. Die Obligation läuft auch nach Ausübung der Option bis zum Verfalldatum weiter.
P
Performance
Gesamtertrag einer Anlage in Prozenten des Marktwertes zu Beginn der Messperiode. Die Performance setzt sich zusammen aus Kursveränderungen und reinvestierten Erträgen (z.B. Dividendenausschüttungen bei Aktien und Couponzahlungen bei Obligationen). Ausgewiesen wird die Performance meistens in der Rechnungswährung des Fonds. Bei ausschüttenden Fonds erfolgt die Berechnung der Performance in der Annahme einer Wiederanlage der Ausschüttungen. Die Gesamt- oder absolute Performance über 5 Jahre (GP5) berücksichtigt den Zinseszinseffekt.
Performance Fee
Bei nicht-klassischen Anlagefonds wie Hedge Funds wird dem Anleger oft neben der herkömmlichen Verwaltungsgebühr noch eine zusätzliche erfolgsabhängige Gebühr in Form eines prozentualen Anteils der jährlichen Wertsteigerung des Fonds belastet.
Portefeuille
Im Anlagefondsbereich die Zusammensetzung des Vermögens in einem Fonds.
Portfolio Manager
Anlagespezialisten, die das Fondsvermögen der Anlagefonds verwalten. Sie entscheiden innerhalb der festgelegten Anlagegrundsätze, welche Werte zu kaufen bzw. zu verkaufen sind. Auch Asset Manager genannt.
Prämien
Meist in Prozent ausgedrückter Wert, um den z.B. der Ausgabekurs eines Wertpapiers über einem bestimmten Referenzpreis, in der Regel dem Nennwert, liegt. Unter Prämie versteht man aber auch den Betrag (oft auch in Prozenten ausgedrückt), den der Käufer für ein entsprechendes Recht (Optionspreis, Option, Bezugsrecht) über den rechnerischen Wert hinaus zu bezahlen bereit ist. Bei den zu Absicherungszwecken eingesetzten derivativen Instrumenten (Put-Optionen) der Preis, den der Optionskäufer für das Recht bezahlt, den Basiswert zu verkaufen. Bei den für die Limited Risk Funds eingesetzten Put-Optionen steigt die Prämie mit zunehmender Volatilität des Marktes.
Private Equity
Ein Start-up-Unternehmen oder ein schon agierendes Jungunternehmen benötigen Kapital, das über Investoren und Private Equity Funds gesucht wird. Da es sich meistens um noch nicht an der Börse kotierte Unternehmen handelt, spricht man von privaten Märkten, in denen investiert wird.
Q
Quellensteuer
Steuer, die das Steuerobjekt unmittelbar beim Entstehen (an der Quelle) erfasst, in der Schweiz zum Beispiel die Verrechnungssteuer.
R
Rating
Die Bewertung der Bonität von Schuldnern durch spezielle Rating-Agenturen.
Real Estate Funds
Siehe Immobilienfonds.
Rechnungswährung
Währung, in welcher die Buchhaltung des Fonds geführt wird und in welcher der Inventarwert sowie die Ausgabe- und Rücknahmepreise berechnet werden.
Referenzindex
Siehe Benchmark.
Reinvestition
Siehe Thesaurierung.
Rendite
Siehe Performance.
Renditeliegenschaft
Liegenschaft, die nicht zur Selbstnutzung des Eigentümers, sondern als Kapitalanlage gebaut oder gekauft wird.
Restlaufzeit
Verbleibende Laufzeit einer Obligation vom gegenwärtigen Zeitpunkt bis zur Endfälligkeit bzw. zur vorzeitigen Rückzahlung. Nicht zu verwechseln mit der Duration.
Revisionsstelle
Von der Fondsleitung und der Depotbank unabhängige Instanz. Sie überprüft regelmässig die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Revisionsstellen müssen durch die Aufsichtsbehörde, in der Schweiz die Eidgenössische Bankenkommission, anerkannt sein.
Risiko
In der Portfoliotheorie wird das Risiko einer Anlage mit der Höhe der Ertragsschwankungen gemessen. Risiko und Ertrag stehen in direktem Zusammenhang: Die Portfoliotheorie nach Markowitz unterstellt, dass ein höherer Ertrag nur mit einem grösseren Risiko erkauft werden kann.
Risikofähigkeit
Die Fähigkeit eines Anlegers, über eine bestimmte Zeit sein Geld (Kapital) zu binden, ohne dabei in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
Risikoneigung
Die Höhe möglicher Kursschwankungen, die ein Anleger einzugehen gewillt ist, um ein bestimmtes Anlageziel zu erreichen. Die Risikoneigung bzw. das Sicherheitsbedürfnis eines Anlegers ist mitentscheidend für die Wahl eines Anlagefonds. Je höher die Risikoneigung, desto grösser darf der Aktien- und Fremdwährungsanteil sein.
Risikostreuung
Siehe Diversifikation.
Rücknahmekommission
Kommission, die von der Fondsgesellschaft bei der Rücknahme von Anteilen vom Anleger erhoben wird.
Rücknahmen
Rückgabe von Fondsanteilen an die Fondsgesellschaft.
S
Sektordurchschnitt
Als Sektordurchschnitt bezeichnet man die ungewichtete durchschnittliche Performance aller Fonds derselben Anlagekategorie. Üblicherweise werden alle Fonds derselben Anlagekategorie betrachtet, die in einem Land zum Vertrieb zugelassen sind.
Short-term Funds
Anlagefonds, die in Obligationen mit einer (Rest-)Laufzeit von 1 bis 3 Jahren investieren.
Spezialitätenfonds
Anlagefonds, die sich durch einen besonderen Anlageansatz oder eine spezielle Ausrichtung auf bestimmte Länder, Branchen oder auf bestimmte Anlageinstrumente von herkömmlichen Anlagefonds unterscheiden.
Staatsanleihen
Obligationen, die von Staaten zur Finanzierung ihres Staatshaushaltes emittiert werden.
Stempelabgabe
Anlagefonds mit Domizil im Ausland unterliegen in der Schweiz beim Bezug aus Emissionen der Stempelabgabe. Die Rücknahme ist von der Stempelabgabe befreit. Anlagefonds nach schweizerischem Recht sind bei der Ausgabe/Rücknahme von Anteilen an den Fonds von der Stempelabgabe befreit.
Swiss Fund Association
Verband, der die Interessen der in der Schweiz tätigen Fondsindustrie vertritt. 1992 im Rahmen der Schweizerischen Bankiervereinigung in Basel gegründet (früher Schweizerischer Anlagefondsverband).
T
Themenfonds
Anlagefonds, die in Werten investieren, welche einem bestimmten Kriterium gerecht werden (Umweltfreundlichkeit, ethisches Engagement, usw.) oder welche alle die gleiche Eigenschaft aufweisen (z.B. Unternehmen, die eine Restrukturierung durchlaufen).
Thesaurierender Fonds
Anlagefonds, der seine Erträge laufend wiederanlegt und nicht an die Anleger ausschüttet. Gegenteil: Ausschüttender Fonds.
Thesaurierung
Laufende Wiederanlage der erwirtschafteten Erträge im selben Fonds.
Trading (Strategie)
Generell aktive Renditestrategien. Potenzial für hohe absolute Renditen und signifikante «Draw downs». Tiefe Sharpe Ratios und eine tiefe Korrelation zu Aktien und Obligationen.
U
Umbrella
Anlagefonds, der aus mehreren Subfonds zusammengesetzt ist. Die Gesamtheit der Subfonds bildet eine juristische Einheit, so dass nur für den Umbrella ein Zulassungsverfahren nötig ist. Die Subfonds sind im selben Fondsreglement und Prospekt geregelt. Nach der erstmaligen Zulassung können weitere Subfonds geschaffen werden.
V
Valorennummer
In der Schweiz verwendete Kennnummer von Wertpapieren, die deren Handel und Transfer erleichtert. Auf internationaler Ebene ISIN-Nummer.
Variabel verzinsliche Obligationen
Obligationen, deren Zins viertel- oder halbjährlich mit der Entwicklung des jeweiligen Referenzzinssatzes ändert. Ein häufiger Referenzzinssatz ist der Libor (London Interbank Offered Rate).
Verrechnungssteuer
Vom Bund erhobene Quellensteuer von 35% auf inländischen Kapitalerträgen, die unter anderem bei Ertragsausschüttungen von schweizerischen Anlagefonds erhoben wird. Die Abzüge können, je nach Herkunft der Erträge und Domizil des Anlegers, ganz oder teilweise zurückgefordert werden.
Verwaltungsgebühr
Entgelt zu Gunsten der Fondsleitung für die Verwaltung eines Anlagefonds. Die Höhe der Verwaltungsgebühr wird in Prozenten beziehungsweise Zehntelprozenten auf dem Fondsvermögen, oft auch in Basispunkten, ausgedrückt.
Volatilität
Siehe Risiko.
W
Wechselkursrisiko
Risiko von Kursschwankungen zwischen Rechnungswährung und Referenzwährung des Anlegers.
Z
Zahlstelle
Die vom Emittenten ausdrücklich beauftragte Stelle bzw. Bank, welche für alle laufenden Transaktionen zuständig ist, die sich für die Besitzer der betreffenden Wertschriften ergeben, wie z.B. die Einlösung der fälligen Dividenden- und Zinscoupons. Auch Einlösungsstelle genannt.
Zeichnung
Im Fondsgeschäft wird unter Zeichnung der Erwerb von Fondsanteilen verstanden. Gegenteil: Rücknahme.
Zertifikat
Sammeltitel für einen oder mehrere Anlagefonds-Anteile.
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