Site Network: | Kontakt | Sitemap | Suche


Die Menschen verstehen nicht, welch grosse Einnahmequelle in der Sparsamkeit liegt.

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

Suche auf INP-SH

 


Spartipps für Ihre Krankenkasse!

Die Krankenversicherung ist eine sehr komplexe und kostenintensive Angelegenheit. Ihr Versicherungsbedarf hängt von Ihrer gesundheitlichen Verfassung, Ihrem Sicherheitsbedürfnis, Ihrer Lebenssituation und Ihren Prioritäten ab. Wie hoch sind Ihre durchschnittlichen Gesundheitskosten? Können Sie auf freie Arztwahl verzichten? Genügt Ihnen die Unterbringung in der allgemeinen Abteilung? Brauchen Sie einen umfassenden Auslandschutz? Sind Sie bereit, für einen maximalen Versicherungsschutz viel Geld zu bezahlen? Hinterfragen Sie Ihre aktuelle Versicherungslösung aufgrund Ihrer Bedürfnisse und prüfen Sie Ihren Versicherungsschutz. Berücksichtigen Sie mitversicherte oder geplante Kinder. Vergleichen Sie! Prüfen Sie einen Kassenwechsel für die obligatorische Grund- und/oder die freiwilligen Zusatzversicherung. Falls nötig: Trennen Sie Grund- und Zusatzversicherungen!

 

Günstige Kasse wählen

Trotz einheitlichen Leistungen bestehen in der obligatorischen Grundversicherung grosse Prämienunterschiede. Deshalb sollten Sie die Grundversicherung jedes Jahr überprüfen und entscheiden, ob sich der Wechsel zu einer günstigeren Kasse lohnt. Sie können in den allermeisten Fällen ohne Nachteile wechseln, auch wenn Sie älter, krank oder schwanger sind. Ihre Kasse darf Ihnen wegen des Wechsels der Grundversicherung keine Zusatzversicherungen kündigen, die Sie bei ihr weiterführen möchten. Jede Krankenkasse, die in Ihrer Wohnregion tätig ist, ist gesetzlich verpflichtet, Sie für die obligatorische Grundversicherung ohne Einschränkung aufzunehmen. Und: Keine Angst vor kleinen Kassen! Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) sorgt dafür, dass Versicherte nicht zu Schaden kommen, selbst wenn eine Kasse zahlungsunfähig wird.

 

Franchise

Für Kinder gibt es keine Minimalfranchise. Erwachsene hingegen müssen mindestens die ersten 300 Franken selber übernehmen. Erwachsene können bis zu 1'760 Franken Prämien sparen, wenn sie ihre Franchise freiwillig erhöhen. Die Wahlfranchisen für Erwachsene betragen 500, 1'000, 1'500, 2'000 und 2'500 Franken, für Kinder 100, 200, 300, 400, 500 oder 600 Franken. Gehen Sie jetzt aber nicht einfach hin und erhöhen Sie Ihre Franchise unüberlegt. Ihre optimale Franchise hängt nämlich einzig von den effektiven Gesundheitskosten ab, die von der Grundversicherung übernommen werden. Sie können die freiwillig erhöhte Franchise jedes Jahr wieder reduzieren, zum Beispiel wenn Sie deutlich höhere Gesundheitskosten erwarten.

 

Selbstbehalt 

Die Versicherten müssen einen Teil der Behandlungskosten, die in einem Kalenderjahr anfallen, selber tragen. Zusätzlich zu einer festen Franchise beträgt der Selbstbehalt bei der obligatorischen Grundversicherung 10 % der Kosten pro Kalenderjahr, die die Franchise übersteigen. Bei Erwachsenen jedoch maximal 700 Franken und bei Kindern maximal 350 Franken. Das finanzielle Risiko bei einer höheren Franchise kann somit durchaus eingeschätzt werden und eine genaue Überprüfung lohnt sich deshalb in jedem Fall!

 

Beispielberechnung des finanziellen Risikos bei Franchisenerhöhung und unvorhergesehenen hohen Arztkosten:

 

FRANCHISE

 

 

Fr. 300.00

 

Fr. 1'500.00

 

Fr. 2'500.00

Kostenbeteiligung 10 %,

max. Fr. 700.00 pro Jahr

Fr. 700.00

Fr. 700.00

Fr. 700.00

Max. Kostenbeteiligung pro Jahr

Fr. 1'000.00

Fr. 2'200.00

Fr. 3'200.00

Prämie Grundversicherung pro Monat

Fr. 250.00

Fr. 175.00

Fr. 125.00

Prämie Grundversicherung pro Jahr

Fr. 3'000.00

Fr. 2'100.00

Fr. 1'500.00

 

 

 

 

Erhöhte Kostenbeteiligung

gegenüber Franchise Fr. 300.00

 

Fr. 1'200.00

Fr. 2'200.00

Abzüglich Einsparungen Prämie

gegenüber Franchise Fr. 300.00

 

Fr. 900.00

Fr. 1'500.00

Ergibt ein maximales Risiko pro Jahr

 

 

 

Fr. 300.00

 

Fr. 700.00

 

Für gesunde Menschen lohnt sich eine erhöhte Franchise durchaus, da die Einsparungen bei den Prämien zum Teil enorm sind und sich bereits ein Jahr ohne unvorhergesehene Arztkosten das maximale Risiko mit erhöhter Franchise wieder ausbezahlt. Das finanzielle Risiko durch unvorhergesehene Arztkosten ist im Verhältnis zu den jährlichen Einsparungen relativ gering. Ausserdem ist eine Änderung der Franchise jederzeit auf das Ende eines Kalenderjahres möglich - und dies unabhängig vom Alter oder dem Gesundheitszustand!

 

Die obige Tabelle ist ein Beispiel. Die einzelnen Kassen unterscheiden sich bei den Rabattstufen für eine erhöhte Franchise. Ebenfalls unterscheiden sie sich stark bei den möglichen Arztkosten pro Franchisestufe und den Preis-/Leistungsverhältnissen bei den Zusatzversicherungen. Wir empfehlen Ihnen deshalb unbedingt, nähere Details für eine auf Sie zugeschnittene Versicherungslösung im persönlichen Gespräch abzuklären.

 

Unfall ausschliessen

Wenn Sie mehr als 8 Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt sind, können Sie den Unfallschutz in der Grundversicherung ausschliessen. Damit reduziert sich die Prämie je nach Kasse um 5 bis 10 %. Sobald Sie nicht mehr vom Arbeitgeber versichert sind, müssen Sie das Ihrer Kasse umgehend melden, damit keine Deckungslücke entsteht.

 

HMO-Modell

Eine HMO-Praxis ist eine Gruppenpraxis, in der neben Allgemeinärzten teilweise auch Gynäkologen oder Therapeuten verschiedener Fachrichtungen tätig sind (z.B. Physiotherapie, Ernährungsberatung, etc.). Mit einer HMO-Versicherung können Sie alle Leistungen der Grundversicherung beanspruchen - mit Ausnahme der freien Arztwahl. Prämiensparpotenzial: bis zu 25 %.

 

Hausarzt-Modell

Ein Hausarztnetzwerk ist ein regionaler Zusammenschluss von frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzten. Hausarzt-Versicherte wählen aus einer Liste ihrer Krankenkasse einen Hausarzt aus. Mit diesem Modell schränken Sie die Leistungen der Grundversicherung nicht ein, sondern verzichten lediglich auf die freie Arztwahl. Prämiensparpotenzial: 10 %.

 

Zusatzversicherung

Krankenpflegezusätze können Sie in der Regel auch bei einer anderen Kasse abschliessen als bei Ihrer Grundversicherung. Einzelne Kassen verlangen in diesem Fall einen Prämienzuschlag von bis zu 20 Franken pro Monat. Krankenpflegezusätze sind meistens nur als ganze Leistungspakete erhältlich, die die Krankenkassen beliebig zusammenstellen dürfen. Bei den freiwilligen Zusatzversicherungen ist keine Kasse verpflichtet, Sie zu versichern. Eine Krankenkasse kann älteren oder kranken Menschen die Neuaufnahme in eine Zusatzversicherung ohne Angabe von Gründen verweigern oder gewisse Leistungen ausschliessen.

 

Alternative Medizin

Seit dem 1. Juli 2005 sind fünf alternative Methoden nicht mehr im Leistungskatalog der Grundversicherung enthalten, die seit 1999 gedeckt waren: Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Neuraltherapie, Phytotherapie und Traditionelle Chinesische Medizin. Wer sich weiterhin nach einer dieser Methoden behandeln lässt, muss die Kosten entweder selber tragen oder eine entsprechende Zusatzversicherung abschliessen.

 

Zurück zum Thema Krankenkasse!