Wie geht man bei der Pensionsplanung vor?
Die Erfahrungen zeigen, dass sich viele Menschen erst kurz vor der geplanten Pensionierung Gedanken über die Finanzen machen. Für einige wichtige Entscheidungen ist es dann aber meistens schon zu spät.
Wie können Sie sich einen wohlverdienten und sorgenfreien Ruhestand sichern?
Grundsätzlich können Sie mit der Pensionsplanung gar nicht früh genug beginnen. Gehen wir das Thema nun einmal Punkt für Punkt durch:
Mit Alter 50 ist es höchste Zeit, mal einen ersten Finanzcheck erstellen zu lassen. Wichtige Fragen, wie z.B.: Wie hoch wird Ihre Rente aus der 1. (AHV) & 2. (BVG oder auch Pensionskasse genannt) Säule zum gewünschten Pensionsdatum sein? Reicht die Rente für die budgetierten Ausgaben? Wie sieht es mit dem Vermögen aus? Können Sie mit dem angesparten Vermögen ein ausreichendes Zusatzeinkommen zur Rente generieren?
Warum denn schon mit Alter 50? Das dauert doch noch und hat noch Zeit?
Grundsätzlich haben Sie recht. Es dauert wirklich noch lange bis zur Pension. Bedenken Sie, dass nur der, der frühzeitig erkennt, dass die Einnahmen nach der Pension zu gering sind, in der Regel noch genügend Zeit dazu hat, die noch nötigen und fehlenden Mittel in den verbleibenden Jahren anzusparen. Daher ist es wichtig, sich schon sehr frühzeitig mit diesem Thema auseinander zu setzen.
Mit dem Alter 55 wird dann die mit 50 erstellte Planung noch einmal überprüft. Die gesetzlichen Rahmenbedingung ändern sich laufend, meistens zu Ungunsten des Versicherten. Der Umwandlungssatz, mit dem das obligatorische Altersguthaben aus der Pensionskasse in eine Rente umgerechnet wird, sinkt bis ins Jahr 2014 schrittweise von 7,2% auf 6,8%. Dies hat natürlich tiefere Renten zur Folge. Der Bundesrat hat nun kürzlich bekannt gegeben, dass er vor hat, den Umwandlungssatz für die Renten schon bis ins Jahr 2011 auf 6,4% zu senken.
Wie sieht es mit Ihrer Wohnsituation aus? Möchten Sie nach der Pensionierung Ihr Haus behalten oder möchten Sie lieber in eine bequeme Eigentumswohnung ziehen?
Ab Alter 60 sind bereits konkrete Entscheidungen zu treffen. Wann möchten Sie sich pensionieren lassen? Möchten Sie die AHV-Rente vor 65-ig beziehen oder möchten Sie sie vielleicht bis 70-ig aufschieben? Möchten Sie das Pensionskassenguthaben auszahlen lassen oder möchten Sie lieber die Rente beziehen? Die Pensionskasse will das meistens schon drei Jahre im Voraus wissen.
Zudem kann man mit einer geschickten Staffelung der Vorsorgegelder aus der zweiten (BVG oder auch Pensionskasse) und der Säule 3a einiges an Steuergelder sparen, wenn Sie nicht alles im selben Jahr beziehen!
Ein Jahr vor der Pensionierung stehen für Sie weitere wichtige Entscheidungen an. Wie möchten Sie die Gelder anlegen, die zur Sicherstellung Ihres Einkommens nach der Pensionierung gedacht sind? Wie sieht es, sofern Sie eine haben, mit Ihrer Hypothek aus...macht es aus steuerlicher Sicht Sinn, diese zu reduzieren, um die Wohnkosten zu senken? Oder sollte man diese Gelder besser anlegen? Melden Sie sich drei bis vier Monate vor dem grossen Tag bei der AHV, um Ihre Rente zu avisieren, damit es nicht zu Verzögerungen bei der Auszahlung kommt.
Sie sehen also: Wenn der grosse Tag der Pensionierung gekommen ist, ist es in der Regel zu spät, um noch wichtige Entscheidungen zu treffen und denken Sie bitte daran, dass die Entscheidung, die Ihr Arbeitskollege getroffen hat, für Sie nicht unbedingt ideal sein muss!
Kümmern Sie sich also frühzeitig darum und vereinbaren Sie darum jetzt gleich einen Termin!
Zurück zur Finanzplanung für Privatpersonen!
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