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Das Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiss.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

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Lebensquell Wasser

Wussten Sie, dass ein erwachsener Mensch bis zu 70 % aus Wasser besteht? Das Körperwasser wird ständig neu aufgenommen, verbraucht und ausgeschieden. Bis zu zwei Liter Wasser setzt unser Köper täglich um. Besonders unser Gehirn ist immer sehr durstig: Rund 1400 Liter Wasser fliessen an einem Tag durch unsere Schaltzentrale!

Trinken wir zu wenig, nehmen zuerst unsere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeiten rapide ab. Schon ein geringer Wassermangel reicht aus, um Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Nierenschäden und Gelenkschmerzen zu verursachen. Besonders ältere Menschen trinken zu wenig, da im Laufe der Jahre das Durstgefühl nachlässt. Infolge Flüssigkeitsmangel kommt es bei den älteren Menschen mitunter zu Verwirrtheitszuständen und Orientierungsstörugen. Diese Symptome lassen sich aber schnell mit der Einnahme von etwas Flüssigkeit beheben.

Nicht nur ältere Menschen sollten mindestens 1.5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Der beste und gesündeste Durstlöscher ist nach wie vor reines Quell- bzw. Leitungswasser. Am besten ist es, gleich morgens nach dem Aufstehen mit dem Wassertrinken anzufangen. Praktischerweise sollte man das Stagnationswasser aus den Leitungen zuerst ein wenig ablaufen lassen. Laut ayurwerdischer Lehre muss das erste Glas Wasser am Morgen lauwarm getrunken werden.

Dass fleissiges Wassertrinken die Immunabwehr stärkt, den Körper entschlackt und entgiftet und das Krebsrisiko markant senkt, ist mehr oder weniger bekannt. Eine Berliner Studie kommt überdies zum Schluss, dass ein Mensch, der täglich 2 Liter kaltes Wasser trinkt, bis zu 4.5 kg Fett im Jahr verbrennt.

Einer der Pioniere der äusserlichen Wasseranwendung war der Bad Wörishofer Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897). Seine Kalt- und Warmwasserkuren werden auch heute noch mit grossem Erfolg angewendet. Eines seiner obersten Prinzipien lautete: "Jedem heissen Bade hat eine kalte Anwendung zu folgen. Eine kalte Wasseranwendung sollte nicht zu lange dauern." Jedoch warnte er: "Niemand wage es, bei Fröstelgefühl irgend eine kalte Anwendung vorzunehmen".

Dem Volksglauben nach sollte Wasser, wenn es als Heilmittel verwendet wird, immer stromabwärts geschöpft werden. Vor Dämonen geschützt war, wer beim Bezug einer neuen Wohnung einen Eimer Wasser mit hineinbrachte. Aus ähnlichem Grund hielt man es einst für ratsam, Milch stets etwas Wasser beizufügen, bevor man sie trank.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten / mha

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